„Der Friede wird kommen“

Gründung des Deutsch-Ukrainischen Vereins DUH in Drensteinfurt

Am vergangenen Sonntag gründete sich in der Alten Küsterei in
Drensteinfurt der Verein „Deutsch-Ukrainische Hilfe aus Drensteinfurt
(DUH aus Drensteinfurt)“. Die 23 Gründungsmitglieder wählten in geheimen Abstimmung jeweils einstimmig Vira Golowtschenko und Yana Skrypnychenko als erste und zweite Vorsitzende sowie Larysa Bugaiyova als Kassiererin.

Golowtschenko studierte Germanistik in der Ukraine und arbeitet an der
Teamschule Drensteinfurt. Skrypnychenko ist von Beruf Grundschullehrerin und arbeitet zur Zeit in einer Kita in Drensteinfurt. Bugaiyova als ausgebildete Buchhalterin hatte Ihre Bewerbung zur Kassiererin schriftlich mitgeteilt und noch am Telefon direkt die Wahl angenommen.

„DUH ist ein ukrainischer Begriff und steht für den Willen, tapfer
durchzuhalten“, erläutert die erste Vorsitzende Vira Golowtschenko. „Wir
denken, dass damit nicht nur die Stärke der Ukraine zum Ausdruck
gebracht wird, sondern auch der Geist der Gruppe, die seit über drei
Jahren die sonntägliche Mahnwache veranstaltet und konkrete Hilfe für
die Menschen in der Ukraine leistet.“ Die zweite Vorsitzende, Yana
Skrypnychenko, erinnerte in ihrer kurzen Vorstellung an persönliche
Schicksale. „Mein Bruder ist in dem Krieg gefallen“, berichtete
Skrypnychenko. „Auch das ist ein Grund, mich in diesem Verein zu
engagieren.“

Nun stehen für den Vorstand erstmal die weiteren formalen Schritte einer
Vereinsgründung an. Aufgrund von zwei schriftlichen Mitgliedsanträgen
ist die Mitgliederzahl aktuell bei 25 Personen. Für die zahlreichen
Projekte, die in der Planung sind, freut sich der Verein über weitere
aktive Mitglieder. Die sonntägliche Mahnwache soll dabei weiter
Treffpunkt für alle Menschen sein, die sich für ein Ende des großen
Krieges in Europa einsetzen.

„Die Ukraine ist nicht nur Krieg – wir haben auch eine reiche Kultur, die
wir den Menschen hier vor Ort näherbringen wollen“, erläuter
Golowtschenko. „Neben der Unterstützung der Menschen in der Ukraine in
ihrem Widerstand gegen Russland wollen wir den Austausch mit den
Bürgerinnen und Bürgern in Drensteinfurt vorantreiben.“ Golowtschenko
wünscht sich, dass nach dem Frieden partnerschaftliche Beziehungen in
die Ukraine aufgebaut werden können.

„Der Friede wird kommen“, bekräftigt Skrypnychenko. „Denn zusammen
werden wird diese dunkle Zeit erfolgreich überwinden.“