Am vergangenen Sonntag startete ein weiterer Hilfsgütertransport der Deutsch-Ukrainischen Hilfe Drensteinfurt (DUH) e.V. und der örtlichen Malteser in Richtung Ukraine. Der mit 18 Tonnen dringend benötigter Hilfsgüter beladene LKW erreichte am Dienstag sein Ziel und wurde noch am selben Tag entladen.
Die Lieferung umfasst eine Vielzahl von Sachspenden für Menschen, die unter den Folgen des Krieges leiden. Dazu gehören medizinische Hilfsgüter wie Akut-Druckverbände und Pflaster, die insbesondere für die Erstversorgung von Verletzten benötigt werden. Darüber hinaus wurden drei Pflegebetten und Bettwäsche für die Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen transportiert.
Ein weiterer Schwerpunkt der Lieferung lag auf der Unterstützung von Binnenvertriebenen sowie Familien, die ihr Zuhause und ihren gesamten Besitz verloren haben. Für sie wurden Lebensmittel, Hausgeräte und Möbel mitgeschickt, um die Einrichtung neuer Unterkünfte zu ermöglichen und den Alltag zu erleichtern.
Außerdem enthielt der Transport Reifen für Evakuierungsfahrzeuge, die bei Rettungs- und Hilfseinsätzen in den betroffenen Regionen eingesetzt werden. Zahlreiche Rollatoren, Rollstühle und Krücken sollen Menschen mit eingeschränkter Mobilität unterstützen. Ergänzt wurde die Lieferung durch Kleidung und Decken für bedürftige Familien und für 7 Waisenkinder, die von einer Frau gepflegt werden. Darüber hinaus wurden große Mengen Tierfutter und mehrere Tiertransportboxen mitgeschickt, um auch die Versorgung von evakuierten Tieren in überfüllten Tierheimen zu unterstützen.
„Ein großes Netzwerk aus Helferinnen und Helfern hat die schnelle Beladung ermöglicht“, erklärt Vira Golowtschenko, Vorsitzende der DUH Drensteinfurt. „Besonders beeindruckend ist die große Hilfsbereitschaft der Menschen aus der Region. Wir sind jedem, der dabei ist sehr dankbar.“ Zur Beladung sind Helferinnen und Helfer nicht nur aus Drensteinfurt, sondern auch aus Ahlen, Ascheberg, Altenberge, Nottuln und sogar aus Paderborn gekommen. Viele von ihnen unterstützen die Hilfsaktionen bereits seit langer Zeit und packen bei jedem Transport mit an. Das Beladen der LKWs ist längst mehr als nur ein logistischer Arbeitseinsatz geworden. „Es ist jedes Mal ein besonderes Ereignis, bei dem Menschen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Orten zusammenkommen, um gemeinsam etwas Gutes zu bewirken,“ beschreibt Golowtschenko die Stimmung am Verladetag. Trotz der vielen schweren Arbeit herrsche stets eine fröhliche und herzliche Atmosphäre. Dieses Gemeinschaftsgefühl und die Gewissheit, gemeinsam konkrete Hilfe für Menschen in Not zu leisten, mache diese Tage für alle Beteiligten zu etwas ganz Besonderem.
Gemeinsames Engagement für die Ukraine
Die meisten der gespendeten Hilfsgüter wurden entweder durch die Vermittlung der Malteser zur Verfügung gestellt oder mit Fahrzeugen der Malteser abgeholt. Die Unterstützung der Malteser ist für die Hilfsaktion von unschätzbarem Wert. Viele der Hilfstransporte können wir nur dank dieser engen Kooperation durchführen.
Die Partnerorganisation ‚Unterstützung mit Liebe‘ in Ustyluh übernimmt die Verteilung der Hilfsgüter vor Ort. Darüber hinaus erhält Svitlana Lytvynets fortlaufend Hilfsanfragen von zahlreichen Ehrenamtlichen aus verschiedenen Regionen der Ukraine, mit denen sie bereits vor dem Beginn des großflächigen Angriffskrieges eng zusammengearbeitet hat. So können die benötigten Hilfsgüter gezielt dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Jeder Transport ist ein wichtiger Beitrag, um Menschen in Not zu unterstützen. Die Notlage vieler Familien in der Ukraine ist weiterhin groß, und die Nachfrage nach humanitärer Hilfe bleibt ungebrochen.
Nächster Transport in Planung – Spenden dringend benötigt
Doch die Arbeit ist noch nicht beendet: Das Lager der DUH Drensteinfurt ist weiterhin gut gefüllt mit Materialien, die in der Ukraine sehr gebraucht werden. Für den nächsten Transport werden jedoch noch Spenden für die Transportkosten benötigt.
„Ohne die finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung können wir diese lebenswichtigen Lieferungen nicht fortsetzen“, betont Golowtschenko.
